Die Historische Sammlung »Landleben auf den Härten«

Heimatmuseum Höfle in Jettenburg
Heimatmuseum Höfle in Jettenburg

In unserer »Historischen Sammlung« im Höfle in Jettenburg spiegelt sich das Leben auf den »Härten« während des 19. und 20. Jahrhunderts wider.

Heimatmuseum Höfle in Jettenburg
Heimatmuseum Höfle in Jettenburg

Wir zählen zu den Mitgliedern des Geschichtvereins Härten e. V. Als »Förderkreis für Kultur und Brauchtum« engagieren wir uns seit vielen Jahren für die sachgerechte Aufbewahrung und den Erhalt historischer »Zeugen« der Vergangenheit. Unsere Sammlung umfasst hunderte Exponate und ist ein Kleinod.

Das Areal besteht aus einem komplett für die Sammlung renovierten Bauernhaus mit dazugehörigem Stall und Scheune sowie aus einem großen Freigelände mit Remise, Backhaus und Gänse- sowie Hühnerhaus. Gemütliche Sitzgelegenheiten im Backhaus, im Außenbereich und in der Scheune sowie moderne sanitäre Anlagen bieten bei Führungen den entsprechenden Komfort.

Heimatmuseum Höfle in Jettenburg
Heimatmuseum Höfle in Jettenburg

Das Bauernhaus, Baujahr 1892, wurde von uns so eingerichtet, dass die Erinnerung an den Alltag von anno dazumal erhalten bleibt. Die “Gute Stube”, Schlafkammern und Küche sind komplett mit allen Details ausgestattet. Im Erdgeschoss befindet sich – so wie früher üblich – der Stall. In der Scheune werden eine Vielzahl landwirtschaftlicher Geräte und stattlicher Holztruhen aufbewahrt.

Ihr besonders lebhaftes Ambiente erhalten alle Bereiche zudem durch eine besondere Idee von uns: mit Schaufensterpuppen und Tierfiguren in Originalgröße haben wir viele historische Szenen lebensnah rekonstruiert. So begegnet der Besucher zum Beispiel dem Bauern und zwei großen Kühen im Stall, den Mädchen in der Schlafkammer und dem Paar in der Stube.

Helene Bader
Helene Bader

Eines der Herzstücke unserer großen Sammlung ist die Trachtenausstellung. Mehr als 30 lebensgroße Puppen präsentieren die Alltags- und Festtagstrachten der Härtengemeinden. In beleuchteten Schaukästen sind die perlenbestückten Accessoires und andere filigrane Erinnerungsstücke zu sehen, die für so manche Frau in der einst schweren und armen Zeit sehr kostbar waren. Meine Frau Helene hat all das mit liebevoller Sorgfalt aufbewahrt.

Eine Besonderheit in der Sammlung ist auch das “Winter-Zimmer”. Der Betrachter sieht eine Szene aus den langen Winterabenden auf den Härten. Ein Vater repariert kaputtes Holzspielzeug und defekte Erntegeräte, an der Wand lehnen hölzerne Skier.

Im Außenbereich unseres Museumsgeländes gackern Hühner und Gänse zwischen der von mir bestens gepflegten Sammlung historischer Dreschmaschinen, Leiterwagen und Pressen. Dazwischen steht ein »Leutschinder«, ein einachsiges Fahrzeug, das von einem Menschen gezogen wurde – allein der Anblick macht dem grausligen Namen alle Ehre. Nach telefonischer Anmeldung sind Besichtigungen und Führungen möglich.

Karl und Helene Bader


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